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Ein König sucht sein Reich -
Das Artenhilfs- und Kleingewässerschutzprojekt des NABU  

Ein König sucht sein Reich in der Region Hannover

Aktuelles | 2008 Year of the Frog | Archiv 2007 | Archiv 2006 | Archiv 2005
 

2008 Year of the Frog   -   Wir machen mit!
2008 ist das Jahr des Frosches -
Weltweite Kampagne zum Schutz der Amphibien

- Schirmherr ist Sir David Attenborough


 
 

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2008 - Year of the Frog



"2007/08 - Das Jahr des Frosches"

Nachdem die Amphibien über 360 Millionen Jahre existiert haben, könnte nun ein Drittel bis die Hälfte aller Amphibienarten in der nahen Zukunft verschwinden:

  • die Erde steht vor dem größten Massenaussterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier
  • doppelt bis dreimal so viele Amphibienarten wie Vogel- und Säugetier- spezies stehen vor der Ausrottung.

img www.amphbianark.org   Die Zahl der Amphibien nimmt rapide ab; Arten, Gattungen, und ganze Familien ver- schwinden mit einer bislang unbekannten Geschwindigkeit. Bereits ein Drittel bis die Hälfte der rund 6.300 Frösche, Kröten, Unken, Salamander, Molche und Blind- wühlen sind vom Aussterben bedroht. Über 120 Arten sind in den letzten Jahren ausgestorben. Lebensraumverlust und -verschlechterung sind die bedeutendsten Ursachen für das Aussterben der Amphi- bien. Die rasche Verbreitung einer Pilzerkrankung, die durch den Hautpilz Batrachochytrium dendrobatidis ausgelöst wird, zählt jedoch mittlerweile mit zu den bedrohlichsten Gefahren, denen die Amphibienpopulationen ausgesetzt sind.

Wissenschaftler glauben, dass viele Arten bereits ausgestorben sein werden, bevor wir handeln können. Doch es gibt einige Möglichkeiten wie wir Hunderte oder sogar Tausende von Arten retten können, wenn wir schnell handeln: Erhaltungszucht- programme. Zoos, Aquarien und Botanische Gärten spielen eine Schlüsselrolle, um diese Lösung in die Tat umzusetzen. Sie liefern Raum und Expertise für die ex situ Zuchtprogramme (= in Menschenobhut, nicht im Freiland, bzw. Ursprungs- lebensraum, i.G. in situ), die benötigt werden, bevor Hunderte von Amphibienarten verschwinden.

img Die Weltnaturschutzunion IUCN hat alle Zoos und Aquarien aufgerufen mitzuhelfen, die Amphibien zu retten. 2005 wurde während des Amphibien-Gipfeltreffens in Atlanta ein Aktionsplan zum Amphibien- schutz (Amphibian Conservatioin Action Plan, ACAP) erstellt und die IUCN/SSC Conservation Breeding Spezialist Group (CBSG) wurde mit der Realisierung der ex situ Komponenten des ACAP beauftragt. 2006 haben die CBSG, die IUCN Amphibian Spezialist Group (ASG) und der Weltverband der Zoos und Aquarien (WAZA) ein Programm aufgestellt, die sogenannte Amphibian Ark (AArk), um schnellstmöglich ex situ Maßnahmen zu img entwickeln, zu bewerben und durchzuführen. Diese sollen vor allem das Überleben der Arten sichern, für die derzeit keine realisierbaren Maßnahmen in ihrem Lebensraum zur Verfügung stehen. Um diese Initiative zu unterstützen, hat der Europäische Zooverband (EAZA) die "EAZA Amphibian Ark Working Group" eingerichtet. Diese Arbeitsgruppe wird alle ex situ Aktivitäten der EAZA und all ihrer Mitglieder koordinieren.

Angesichts dieser großen Herausforderung wurde die weltweite Amphibian Ark Campaign - 2008 Year of the Frog ins Leben gerufen. Die aktuelle EAZA-Amphibien-Kampagne 2007/08 wurde entwickelt, um die globalen und regionalen Initiativen zum Schutz der Amphibien zu unterstützen. Schirmherr der Kampagne ist Sir David Attenborough.

Mehr:
www.amphibianark.org Projektseiten im Internet, hauptsächlich in englischer, zum Teil in deutscher Sprache. Viele Informationen als PDF erhältlich.
www.eaza.net Projektseiten der europäischen Partner im Internet.
www.stiftung-artenschutz.de deutschsprachiges Einstiegsportal.
www.amphibiaweb.org Worldwide Amphibian Declines.

* Der Europäische Zooverband EAZA hat unserer Organisation eine Sondererlaubnis erteilt, an seiner Kampagne "2007/8 - Das Jahr des Frosches" teilzunehmen.

 

 

Was kann unser Projekt zum weltweiten Year of the Frog beitragen ?

Mit unserem Artenhilfs- und Kleingewässerschutzprojekt "Ein König sucht sein Reich" leisten wir bereits einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der weltweit gefährdeten und massiv vom Aussterben bedrohten Amphibien und ihrer Lebensräume. Nicht ohne Grund haben wir die Amphibien und als Namensgeber des Projektes, den Laubfrosch, zu Zielarten gewählt. Unsere Maßnahmen dienen allerdings nicht nur den Amphibien, sondern allen an den Lebensraum der Kleingewässer und Tümpel gebundenen Tier- und Pflanzenarten. In unserer klimatischen Region kann man diese Biotoptypen aufgrund ihrer Artenfülle als die Regenwälder Mitteleuropas und Deutschlands bezeichnen.

Neben den unmittelbaren Biotopmanagement-Maßnahmen führen wir im Falle des Laubfrosches auch Bestandserhaltungen durch gezielte, wissenschaftlich begleitete und behördlich genehmigte Aufzuchten unter Menschenobhut durch, auch in Zusammenarbeit mit dem Vivarium des Niedersächsischen Landesmuseum Hannover und der Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen e.V.. Hiermit versuchen wir zum Einen den lokalen Genpool einer kleinen isolierten und kurz vor dem Aussterben stehenden Laubfroschpopulation zu erhalten. Zum Anderen versuchen wir mit dieser Maßnahme die Individuenzahlen wieder zu erhöhen und diese Population zu stabilisieren. Auch führen wir neben diesen Bestandsstärkungen durch Aufzucht in Menschenobhut ("captive breeding") an zwei Standorten lokale Wiederansiedlungen durch.

Die eine Wiederansiedlung unter Federführung der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) ist mittlerweile als erfolgreich und gelungen zu bewerten. Hier starb der Laubfrosch Ende der 1970er Jahre aus. Durch geeignetes Biotopmanagement, vor allem Wiederherstellung und Neuanlage von Klein- gewässern (Kinderstuben, Nester der Amphibien) erschien hier der Versuch einer Wiederansiedlung erfolgversprechend (vgl. IUCN Kriterien für Wiederansiedlungs- projekte). Diese Wiederansiedlung ist gelungen, weitere Maßnahmen bestehen im Biotopmanagement und im Monitoring. Eine ausführliche Darstellung ist u.a. in der RANA 8 [BRANDT, T. 2007: Wiederansiedlung von Laubfröschen (Hyla arborea). RANA 8: 15-21.] veröffentlicht.

Die andere Wiederansiedlung dient dem Erhalt des Genpools einer kurz vor dem Aussterben stehenden Restpopulation bei Burgdorf. Für diese Ansiedlung stehen Flächen in ehemaligen Laubfroschlebensräumen in der näheren Umgebung zur Verfügung. Diese Flächen dienen dem Naturschutz und werden durch den NABU betreut. Erste Erfolge sind zu verzeichnen, diese Maßnahme ist noch nicht abgeschlossen. Die Aufzuchten und Wiederansiedlungen führen wir in enger Kooperation und mit Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover durch.

Ganz wichtig und unerlässlich sind neben den vielen objektbezogenen Einzelmaßnahmen die Öffentlichkeitsarbeit und die Zusammenarbeit mit den verschiedensten Projektpartnern. So bieten wir seit 2003 Vorträge zum Kleinge- wässer- und Amphibienschutz und anderen Lebewesen der Kleingewässer an, führen Exkursionen und Führungen durch - gerne mit Kindern und Jugendlichen - stellen unser Projekt alljährlich im Schulbiologiezentrum Hannover vor und begleiten alle Maßnahmen durch kompetente ehrenamtliche Mitarbeiter im NABU Regionalverband Hannover. Die meisten unserer Aktivitäten werden in der Lokalpresse vorgestellt, auch in Rundfunk und Fernsehen gab es mehrere Beiträge. Darüberhinaus haben wir ein Faltblatt erstellt, das online abrufbar ist. Im Rahmen unseres Projektes haben wir Schulprojekte durchgeführt und es wurden bereits mehrere studentische Fach- und Diplomarbeiten erfolgreich erstellt.

Sollten Sie Interesse an einer Unterstützung und Mitarbeit in unserem derzeit ausschließlich ehrenamtlich betriebenen Projekt sowie Fragen oder Wünsche nach Vorträgen haben, wenden Sie sich bitte an:

Dipl.-Biologe Uwe Manzke

E-Mail: uwe.manzke(at)laubfrosch-niedersachsen.de .

Bitte beachten Sie unsere Termine .

 

Die Projektidee

 


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Ein König sucht sein Reich
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AmphibianArk 2008 Year of the Frog
 
2008 Year of the Frog
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