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Der NABU Regionalverband Hannover und
die einzelnen Gruppen haben im Herbst 2004 unter dem Motto "Ein
König sucht sein Reich" ein Artenhilfs - und
Kleingewässer-
schutzprojekt ins Leben gerufen.
Gemeinsam mit den verschiedensten Projektpartnern wollen wir die
Lebensräume unserer heimischen Frösche, Kröten,
Molche und Salamander fördern, entwickeln und erhalten.
Stellvertretend für die vielen anderen an den Lebensraum
Wasser gebundenen Tier- und Pflanzenarten haben wir die Amphibien und allen voran den Laubfrosch zur Leit- und Zielart des Projektes gewählt.
Bereits 1997 wurde im nordrhein-westfälischen Münsterland
auf Initiative der "NABU-Station Münsterland" ein
Artenschutzprojekt zum Erhalt und zur Entwicklung der lokalen
Laubfroschpopulationen unter dem gleichen Titel initiiert. Aufgrund
der vielen Erfolge und guten Zusammenarbeit mit den jeweiligen
Projektpartnern ist dieses Projekt mittlerweile weit über die
Grenzen des Münsterlandes hinaus bekannt geworden.
Dankenswerterweise dürfen wir uns dem Aufruf "Ein
König sucht sein Reich" anschließen.
Hintergrund:
Die Bestände des Laubfrosches
Hyla arborea
gehen insbesondere seit Mitte des vergangenen
Jahrhunderts kontinuierlich zurück, auch in Niedersachsen. So
sind beispielsweise im südniedersächsischen Hügel-
und Bergland über 90% der Vorkommen erloschen. Aber auch die
Vorkommen im niedersächsischen Tiefland sind stark bedroht.
Der Laubfrosch ist daher in den Roten Listen der gefährdeten
Amphibien sowohl in Deutschland als auch in Niedersachsen in die
Kategorie stark gefährdet (Rote Liste 2) eingestuft.
In Niedersachsen lag ein Verbreitungsschwerpunkt des Laubfrosches
einst in der Region Hannover (ehemaliger Landkreis und Stadt
Hannover). Der Laubfrosch kam - mit wenigen Ausnahmen - in fast
allen Kommunen der Region vor. So war der Froschkönig
früher in den meisten Viehtränken zu finden und zu
hören: "... aus jedem Loch hat es gequakt...". Heutzutage
werden die verbliebenen Viehtränken allerdings immer weniger
genutzt, wachsen schnell zu und verlanden zusehends. Mittlerweile
gibt es nur noch vier isolierte Restvorkommen in der Region. Aber
auch diese Restbestände gehen leider nach wie vor zurück.
Artenhilfskonzepte und -maßnahmen sind dringend
erforderlich.
Zielsetzung:
Aufgrund der relativ hohen
Biotopansprüche des Laubfrosches beherbergen seine
Lebensräume eine Vielzahl weiterer, heute seltener und
gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Laubfroschschutz bedeutet
zugleich Schutz und Erhalt vieler weiterer Organismen,
beispielsweise für die anderen Amphibienarten, für die
Ringelnatter, für die Libellen, für die Wasserkäfer,
für die Süßwasserschnecken bis hin zu den
Urzeitkrebsen und seltenen Sumpf- und Wasserpflanzen. Entsprechend
wollen wir in unserem Artenhilfs- und
Kleingewässerschutzprojekt auch die anderen Lebewesen der
Kleingewässer in der Region berücksichtigen.
In erster Linie sind die Laichgewässer zu erhalten, zu
pflegen und ihre Anzahl zu erhöhen. Der Laubfrosch
benötigt neben seinen terrestrischen Lebensräumen ein
dichtes Netz an geeigneten Fortpflanzungsgewässern. Unser Ziel
ist daher die unmittelbare Wiederherstellung eines funktionierenden
Kleingewässer-Verbundsystems in den verbliebenen
Restpopulationen sowie die langfristige Wiederbesiedlung ehemaliger
Vorkommensgebiete des Laubfrosches in der Region Hannover.
Der Laubfrosch
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