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Ein König sucht sein Reich -
Das Artenhilfs- und Kleingewässerschutzprojekt des NABU  

Ein König sucht sein Reich in der Region Hannover

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"Internationales Jahr der Biologischen Vielfalt" - Ein König in seinem Reich
Spannende Laubfroschexkursion in Kananohe
Erfolgreiche Schutzmaßnahmen des NABU Langenhagen begeistern Teilnehmer

NABU Langenhagen

Langenhagen, 06.05.2010 -  Anfang Mai hatte der Naturschutzbund NABU Langenhagen wieder zum traditionellen Laubfroschkonzert eingeladen. Zahlreiche Langenhagener folgten dieser Einladung und wollten den Klängen dieser außergewöhnlichen und stark gefährdeten Amphibienart lauschen. Nach einigen einleitenden Worten zum landesweiten und äußerst erfolgreichen Amphibienschutz-Projekt "Ein König sucht sein Reich" nutzte der 1. Vorsitzende des NABU Langenhagen Ricky Stankewitz die Gelegenheit, um den Projektkoordinator Uwe Manzke für seine langjährige ehrenamtliche Arbeit im Amphibien- und Naturschutz zu danken. "Uwe Manzke setzt sich seit 30 Jahren aktiv für den Schutz von zum Beispiel Reptilien, Heuschrecken, Libellen, Urzeitkrebsen, Amphibien und hier ganz besonders für den Laubfrosch ein. Dabei wirkt er fast immer im Hintergrund, ohne sich ins Rampenlicht zu stellen" lobte Stankewitz. "Ohne seine intensive und fruchtbare Arbeit wäre es nicht nur in Langenhagen um alle diese Tiergruppen schlechter gestellt." so Stankewitz weiter.

Bevor es dann zum eigentlichen Konzert ging, wurde im alten Feuerlöschteich am Parkplatz Hasenheide nach Molchen gesucht. Auch hier zeigte sich die langjährige Erfahrung Manzkes, der binnen kürzester Zeit einen männlichen und einen weiblichen Bergmolch fand und den interessierten Naturfreunden die Merkmale und Geschlechterunterschiede erklärte.

Nachdem es vollständig dunkel wurde, ging es dann zu den Kleingewässern im NABU Projektgebiet am Rande des Kananoher Forstes. Auf dem Weg dahin gab es allerdings eine unangenehme Überraschung. Eine größere Menge Erdaushub, vermischt mit Mulchabfällen war rücksichtslos in die den Weg begrenzenden Büsche und Bäume geschoben und diese dadurch zum Teil schwer geschädigt worden. Außerdem wurden durch diese unsinnige Aktion Ruhe- und Versteckmöglichkeiten für Vögel, Reptilien und andere Kleintiere stark beeinträchtigt. "Derartige Dinge kommen leider immer wieder vor, was aber nicht heißt, dass wir dies einfach so hinnehmen, vor allem nicht im Landschaftsschutzgebiet." erläuterte Stankewitz. "Wir haben den angerichteten Schaden mit Fotos dokumentiert und werden diese an die untere Naturschutzbehörde der Region Hannover weiterleiten. Da wir aber nicht überall gleichzeitig sein können, würden wir uns über Hinweise aus der Bevölkerung zu möglichen Beeinträchtigungen der Langenhagener Natur und Umwelt sehr freuen. In der Regel wird der betreffende Verursacher dazu verpflichtet den Schaden wieder auszugleichen und muss, vor allem im Wiederholungsfall ein Bußgeld bezahlen. Dies hält hoffentlich andere davon ab sich genauso rücksichtslos zu verhalten." so der Vorsitzende des NABU Langenhagen weiter.

Im Projektgebiet angekommen gab es dann - trotz der empfindlichen Abkühlung - das ersehnte Laubfroschkonzert. "In Langenhagen ist die größte Laubfroschpopulation der Region Hannover beheimatet. Durch gezielte Biotoppflege in den letzten Jahren konnten wir die Bestände stabil halten, vielleicht sogar leicht erhöhen. Geht es dem anspruchsvollen Laubfrosch gut, geht es vielen, vielen weiteren Tier- und Pflanzenarten auch gut!" erläuterte Manzke. "Langfristig hoffen wir weitere Kleingewässer, aber auch Hecken und Gebüsche, an geeigneten Stellen anlegen und pflegen zu können, um so wieder einen funktionierenden Kleingewässer- und Biotopverbund als Lebensraum bedrohter Arten in Langenhagen zu errichten und auf Dauer zu gewährleisten. Wir arbeiten dabei eng mit Landwirten, der Stadt, Naturschutzbehörden und anderen zusammen." ergänzte Stankewitz.

Mit der Sicherung von Laubfroschlebensräumen wird also auch ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität geleistet. "Mit der Unterstützung unserer Mitglieder und der Mitarbeit der vielen Aktiven im Naturschutz können wir hier, lokal und regional, das erreichen, was für die Politik noch ein weit entferntes Ziel ist, nämlich effektive Naturschutzmaßnahmen die nachhaltig zur Sicherung der biologischen Vielfalt dienen." so Stankewitz abschließend.

Mehr:

   Die Amphibien der Region Hannover

   Bereits im Vorjahr wurde eine illegale Verfüllung festgestellt

Die Amphibien Niedersachsens - alle Arten werden vorgestellt
          auf den Seiten des LFA Feldherpetologie und Ichthyofaunistik.

 

 


Ostereier der besonderen Art: Froschlaich
Amphibienwanderung und Balz in vollem Gange
Grasfrösche knurren wieder, blaue Moorfrösche blubbern im Sumpf und die ersten Laubfrösche wurden gehört

Von Uwe Manzke

Hannover, 29.03.2010 -  Nachdem vor knapp zwei Wochen die Amphibienwanderung in Niedersachsen eingesetzt hat, hat nun die Balz und das Ablaichen begonnen. Die Balz der frühlaichenden Amphibien, zu denen die Erdkröte und alle Braunfrösche - das sind der Grasfrosch, der Moorfrosch und der Springfrosch - gehören, ist in vollem Gange. Aufgrund der sehr warmen Temperaturen wurden ausnahmsweise auch bereits die ersten Laubfrösche im Projektgebiet der ÖSSM am Steinhuder Meer gehört.

Unternehmen Sie doch mal wieder einen Ausflug ins Freie. Gönnen Sie sich und Ihren Kindern die Suche nach "Ostereiern der besonderen Art". Mit etwas Glück können Sie dann auch Erdkröten und Braunfrösche bei der Balz und dem Ablaichen beobachten. Schauen Sie auch ins Wasser und entdecken Sie die hochritualisierte Balz der Molche.
Bitte beachten Sie dabei, dass alle Amphibien geschützt sind. Anschauen "Ja", fangen und mitnehmen "Nein"!

Mehr:

   Die Amphibien der Region Hannover


Die Amphibien Niedersachsens - alle Arten werden vorgestellt (Froschlurche mit Stimmen, zum Teil mit Filmbeiträgen) auch auf den Seiten des LFA Feldherpetologie und Ichthyofaunistik.

Das Laubfrosch-Wiederansiedlungsprojekt der ÖSSM am Steinhuder Meer auf den Seiten des LFA Feldherpetologie und Ichthyofaunistik

 

 


Neue Literatur!
RANA - Mitteilungen für Feldherpetologen und Ichthyofaunisten in Norddeutschland RANA 11

Von Uwe Manzke

Hannover, 19.03.2010 -  Die RANA wird gemeinsam durch Fachverbände aus Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Thüringen herausgegeben und erscheint einmal jährlich im Frühjahr. Das aktuelle Heft hat einen Umfang von 98 Seiten und ein breites thematisches Spektrum.

Aus niedersächsischer Sicht sind besonders die Fachbeiträge über die Kleinfische Schlammpeitzger und Steinbeißer in der Steinhuder Meer-Niederung und das Aufkommen beziehungsweise das amphibiengefährdende Aussetzen von Fischen in Kleingewässer zu nennen.

Besonders hervorheben möchte ich den wegweisenden Beitrag aus Mecklenburg-Vorpommern über die Notwendigkeit der Pflege von Kleingewässern in der Kulturlandschaft vor allem im Zusammenhang mit dem in jüngerer Zeit "in Mode gekommenen Prozesschutz" von W. KNIEP am Beispiel der Rotbauchunke und des Laubfrosches. ...

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auf den Seiten des LFA Feldherpetologie und Ichthyofaunistik des NABU Niedersachsen.

 

 


Es geht los: seit Freitag wandern die Amphibien
Die Amphibienwanderung hat begonnen, aber auch abseits der Straßen finden sich oft tote Frösche und Kröten
Unterschiedliche Ursachen: Sterben während der Überwinterung, tödliche Verletzungen durch Autos und Beutegreifer

Von Uwe Manzke

Hannover, 19.03.2010 -  Dieses Frühjahr können in vielen Gewässern tote Grasfrösche und zum Teil auch der Wasserfroschhybrid, der Teichfrosch Pelophylax (Rana) kl. esculentus, aufgefunden werden. Die Ursache ist sehr wahrscheinlich Sauerstoffmangel durch hohe Faulschlamm- und Falllaubablagerungen mit einhergehender, langanhaltender Vereisung der Gewässer. Insbesondere nach langhanhaltenden Frostperioden können in vielen Gewässern daher tote Grasfrösche gefunden werden, häufig in Gartenteichen. ...

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auf den Seiten des LFA Feldherpetologie und Ichthyofaunistik des NABU Niedersachsen.

NABU Langenhagen sucht noch Helfer für die Amphibienwanderung !

 

 


Helfer und Interessierte willkommen
Die Amphibienwanderung steht kurz bevor - NABU betreut wieder viele Wanderstrecken
Autofahrer halten die Geschwindigkeitsbegrenzungen oftmals nicht ein und gefährden die ehrenamtlichen Helfer!
Von Uwe Manzke

Hannover, 15.03.2010 -  Seit vielen Jahren betreuen und bemühen sich die ehrenamtlich tätigen Mitglieder des NABU in allen Teilen Niedersachsens um Amphibienwanderstrecken über Straßen. Die Maßnahmen reichen vom Absammeln und über die Straße tragen, den Zaunaufbau und Betreuung bis hin zur Begleitung von zeitweiligen nächtlichen Sperrungen bestimmter Straßenabschnitte.

Oft finden bereits Anfang/Mitte Februar erste Wanderbewegungen durch die Amphibien statt. Diese ersten Wanderbewegungen sind jedoch zumeist nur von kurzer Dauer und hören infolge erneut einsetzender kalter Witterung wieder auf, so auch in diesem Jahr. Nun ist allerdings bei steigenden Temperaturen und nächtlichem Regen mit den Wanderungen zu rechnen. ...

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auf den Seiten des LFA Feldherpetologie und Ichthyofaunistik.

 


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