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Ein König sucht sein Reich -
Das Artenhilfs- und Kleingewässerschutzprojekt des NABU  

Ein König sucht sein Reich in der Region Hannover

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Aktuelles
- seit August 2007 nun auch im einheitlichen Erscheinungsbild des NABU -
Unsere Seiten haben ihr Aussehen verändert, die Inhalte sind geblieben.

 

 

Aktuelles
© Text und Abbildung: Uwe Manzke


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Oktober - Dezember 2007

Aus arbeitstechnischen Gründen werden hier die Monate Oktober bis Dezember gemeinsam dargestellt. Unser Projekt hat sich mittlerweile etabliert, an vielen Orten werden entsprechend Biotopmanagement-Maßnahmen durchgeführt und manchmal werden wir gar nicht mehr um Hilfestellungen gebeten: "Gute Ideen soll man übernehmen".

Am 16. September stellten wir unser Projekt anläßlich des Umweltforums des Schulbiologiezentrums Hannover wieder mit großem Erfolg und reichhaltigen Informationen vor:
  Unser Projekt zum dritten Mal auf dem Umweltforum der Vereine und Verbände im Schulbiologiezentrum Hannover am 16. September 2007.

Nachdem der Sommer und frühe Herbst weitgehend zu wünschen übrig ließen, hat der Oktober zumindest in der ersten Hälfte wieder alles mit den überdurchschnittlichen Sonnenscheindauern und relativ hohen Temperaturen überflügelt.
Der September zeigte allerdings, daß auch im Spätsommer noch mit Überflutungen zu rechnen ist. Durch die heftigen Regenfälle in Südniedersachsen und im Harz stiegen die Pegel der Innerste und Leine sehr stark an, so daß auch in der Region Hannover das Hochwasser seine Auswirkungen zeigte:
Leine- und Ihmehochwasser im Herbst 2007.

Ab Mitte Oktober änderte sich dann das Wetter wieder und der Regen behielt die Oberhand. Im November gab es einen frühen Kälteeinbruch mit ersten Schneefällen und typischem Herbstwetter: Sonne, Regen, Sturm - alles war vertreten.

Dank der vielfältigen tatkräftigen und finanziellen Unterstützung unserer Partner und Sponsoren wurden mittlerweile viele Biotopmanagement-Maßnahmen zum Schutz des Laubfrosches, der Amphibien sowie der Kleingewässer mit all ihren Bewohnern durchgeführt. Die bisherige Evaluierung zeigt, daß die Maßnahmen überwiegend zielgerichtet und fachgerecht durchgeführt werden. Wir haben daher eine Auswahl der bisherigen Biotopmanagement-Maßnahmen dargestellt und aktualisiert:
  Kleingewässerpflege und Neuanlage .

Auch zeigen die behördlich genehmigten und von uns wissenschaftlich begleiteten Wiederansiedlungsprojekte für den Laubfrosch im Projektgebiet "Meerbruchswiesen" der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) und im Projektgebiet des HVV in den Sohrwiesen die erhofften Erfolge:
ÖSSM
Brandt, T. (2007): Wiederansiedlung von Laubfröschen (Hyla arborea) -
         RANA 8: 15-21.

  Sohrwiesen.

Ich wünsche Ihnen und Euch geruhsame Feiertage sowie einen "Guten Rutsch" ins neue Jahr !

Im Namen aller Projektpartner,
Ihr und Euer
Uwe Manzke

 

 

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September 2007

Auch der August war verregnet, mit zu kühlen bis durchschnittlichen Temperaturen.

Am 24. August konnten noch frisch verwandelte Laubfrösche beim Landgang beobachtet werden. So erstreckte sich dieses Jahr die Metamorphose über einen verhältnismäßig langen Zeitraum von Ende Juni bis Ende August. Aufgrund der diesjährigen Witterung erstaunt dies nicht.

Im August hat der NABU Burgdorf zwei weitere Gewässer für den Amphibien- und Artenschutz angelegt (eine Darstellung folgt demnächst).

Leider wurden in diesem Jahr wieder Pflanzen und Fische (oft Goldfische) in einige für den Amphibienschutz angelegte Kleingewässer ausgesetzt. Diese eigenmächtigen Besatzmaßnahmen durch Privatleute sind ein Verstoß gegen die gesetzlichen Bestimmungen und gefährden die Arbeiten aller im Kleingewässerschutz Tätigen auf das Empfindlichste. Im schlimmsten Falle machen sie die oft jahrelangen Anstrengungen zum Erhalt der heimischen Fauna und Flora mit einem Schlag zunichte. Im Burgdorfer Anzeiger und in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung erschienen im August daher ausführliche Beiträge zu diesem Thema ("Gewässer sich selbst überlassen" Burgdorfer Anzeiger 15.08.07, S. 3; "Alarm am Fischteich" HAZ Nr. 190, 16.08.07 S. 14).

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie hier:
  Gefährdungsursachen von Amphibienvorkommen: Fischbesatz.
Weder Zoo noch Botanischer Garten: Kleingewässer sich selbst überlassen.

Termine:

  • Sonntag, 16. September: "Umweltforum" der Vereine und Verbände im Schulbiologiezentrum Hannover. Wir stellen unser Projekt gemeinsam mit der "Rudi Rotbein Gruppe" des NABU Langenhagen vor. - Schulbiologiezentrum Vinnhorster Weg 2, Hannover.
  • Donnerstag, 20. September: Fernsehbeitrag über das Abfischen von Goldfischen und anderen Exoten aus Amphibienschutzgewässern. - NDR 3 - Fernsehen DAS! 18:45 -19: 30 h.
  • Sonntag 23. September: "Von der Haustür durch die Welt ins Wohnzimmer!" - Herbst-Bezirkstag des VDA Bezirk 23-Niedersachsen
    Hotel- Restaurant Lindenkrug Hannover, Harenberger Str.46, 30453 Hannover - Limmer (Biologische Gesellschaft Linné, Verein für Aquarien und Naturkunde Hannover e.V. - gegr. 29. März 1897). Das Programm finden Sie hier.

Im Namen aller Projektpartner,
Ihr und Euer
Uwe Manzke

 

 

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August 2007

Der Juli war verregnet, trotzdem waren die Temperaturen für einen Juli durchschnittlich. Die Regenfälle hingegen waren so außergewöhnlich stark, dass das langjährige Mittel bei weitem übertroffen wurde. Ob der Regen den Grundwasserstand, z.B. Im Burgdorfer Raum wieder auffüllen konnte, bleibt abzuwarten.

Trotz der relativ kühlen und feuchtnassen Witterung sind die meisten jungen Laubfrösche mittlerweile verwandelt und an Land gegangen.

Aufgrund der Regenfälle konnte sich ein "lebendes Fossil", der Kiemenfuß Triops cancriformis in den letzten Wochen entwickeln. Der Triops ist daher auch das Tier des Monats August.

Die regenreichen Tage haben darüberhinaus geholfen, unsere Projektseiten zu überarbeiten und in das einheitliche Erscheinungsbild (Corporate Design CD) des NABU zu überführen. Wir hoffen, dass Ihnen die "neuen Seiten" genauso gut gefallen werden, wie es die "alten" getan haben. Bei allen Modem-Nutzern möchten wir um Verständnis und Geduld für die längeren Lade- und Aufbauzeiten der einzelnen Seiten bitten. Auch können sich einige Verweise (Links) von Ihren zu unseren Seiten geändert haben, bitte überprüfen Sie daher Ihre Links - Vielen Dank.

Im Namen aller Projektpartner,
Ihr und Euer
Uwe Manzke

 

 

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Juli 2007

Durchwachsen war er, der Juni, mal kalt mal heiß.

Bereits ab ca. dem 20. Juni waren die ersten Landgänger unter den jungen Laubfröschen zu beobachten.

In unserem Kleingewässerschutzprojekt beschäftigen wir uns nicht nur mit den Amphibien. Auch den anderen Lebewesen der Kleingewässer gilt unsere Aufmerksamkeit, beispielsweise den Libellen. Aufgrund der allgemeinen und zunehmenden Erwärmung, vor allem auch der Wintermonate, sind seit einigen Jahren vermehrt neue Arten in der Region Hannover "aufgetaucht". Besonders auffällig sind dieses Jahr die vielen und individuenstarken Nachweise der Frühen Heidelibelle Sympetrum fonscolombii nicht nur in der Region Hannover. Auch die Südliche Mosaikjungfer Aeschna affinis kann in diesem Jahr vermehrt beobachtet werden. Typisch für diese Art sind temporäre Reproduktionsgewässer. Gerade diese "Tümpel" sind in der jüngsten Vergangenheit sehr selten geworden. Auch Laubfrösche bevorzugen diese Gewässertypen aufgrund der geringeren Prädation durch z.B. Molch-Larven und Fische.

Mehr über die "neuen Libellenarten" in der Region Hannover auf den Seiten des NABU Regionalverbandes:
Den Insekten zugeschaut - der Klimawandel ist sichtbar.

Im Namen aller Projektpartner,
Ihr und Euer
Uwe Manzke

 

 

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Juni 2007

Bis Mitte Mai setzte sich die sehr warme bis heiße Witterung seit April fort. "Pünktlich" Mitte Mai kam dann doch noch die "Kalte Sophie" und die Reproduktionsaktivitäten des Laubfrosches erfuhren einen empfindlich kalten Einschnitt. Ende Mai stiegen dann die Temperaturen wieder und entgegen der Erwartungen wurden noch viele Laubfroschpaarungen und neu abgesetzte Laichballen beobachtet.

Am 20. Mai stellten wir unser Artenhilfs- und Kleingewässerschutzprojekt anläßlich des Internationalen Museumstages und "Natürlich Niedersachsen - der Sonntag für den Naturschutz", einer Initiative des NDR 1 Niedersachsen und der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover vor.

Mehr zu unserem Stand im Landesmuseum Hannover:
Der NABU im Landesmuseum Hannover.

Im Namen aller Projektpartner,
Ihr und Euer
Uwe Manzke

 

 

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Mai 2007

Der April war der trockenste, der wärmste und der sonnenscheinreichste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Entsprechend ist der Frühling weit fortgeschritten, ca. 3 Wochen eher als üblich blühen viele Pflanzen und auch die Aktivitäten der Tierwelt sind erheblich vorverlegt. So dürften die meisten Laubfrösche bereits jetzt abgelaicht haben. Das Wasser ist knapp geworden und viele Kleingewässer weisen eine bedenklich geringe Wasserführung auf. Dies unterstreicht unsere Bemühungen zum Erhalt und zur Entwicklung (Wiederherstellung) von Feuchtgebieten.

Am 28. April traf sich der LFA Feldherpetologie und Ichthyofaunistik Niedersachsen in Eschede, im Landkreis Celle. Eine Zusammenfassung wird in Kürze unter dem  LFA-Link  dargestellt.

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Mai sowie viel Spass und Erfolg bei Ihren Freilandbeobachtungen. Achten sie dieses Jahr doch einmal besonders auf eingewanderte Libellen- und Heuschreckenarten - es gibt einiges Neues zu entdecken.

Hannover, 09.05.2007

Am Mittwoch, 09.05.2007 wurde in der HAZ eine "Richtigstellung" zum unten zitierten Beitrag abgedruckt. In dem Beitrag wird kurz auf das Verbot des "Froschfanges" eingegangen. Auch wird "Klaus Abelmann, Sprecher der Region Hannover, die als zuständige Naturschutzbehörde alle Froschangelegenheiten vertritt und die Sache ziemlich ernst nimmt", zitiert: " «Wer einen Frosch entnimmt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann.»" ... "Selbst Gerichte entscheiden im Zweifel für den Frosch." Wir begrüßen diese "Richtigstellung".

Hannover, 06.05.2007

"Im Teich ist der Frosch König -
Gequake in der Paarungszeit kann die Nachbarn nerven / Frösche lassen sich nachts leicht einfangen
"
- HAZ vom 05. Mai 2007

In dem Beitrag werden laut quakende Frösche im Gartenteichidyll als "nervende" Ruhestörer beklagt und auf die Möglichkeit des aktiven Wegfanges eingegangen. Leider werden die eindeutigen gesetzlichen Bestimmungen hierzu nicht dargestellt.

Da auf unsere Projektseiten verwiesen wird, distanziert sich der NABU Regionalverband und das Artenhilfs- und Kleingewässerschutzprojekt "Ein König sucht sein Reich" daher ausdrücklich von den Inhalten dieses Beitrages und des begleitenden Kasten-Textes.

Im Namen aller Projektpartner,
Ihr und Euer
Uwe Manzke

 

 

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April 2007

Aktuelles vom 12. April 2007: Die ersten nächtlichen Laubfroschkonzerte sind seit Donnerstag, dem 12. April zu hören, bei Lufttemperaturen mit Tageswerten von ca. 21 Grad Celsius und Nachttemperaturen um die 11 Grad C.

Der Frühling ist da! Mit vielen sonnigen und warmen Tagen ist der Frühling in der Region Hannover eingekehrt. Besonders die letzten Märztage waren sehr warm, auch wenn die Nächte wieder relativ kalt waren. Entsprechend haben die meisten Gras- und Moorfrösche sowie Erdkröten in der Region abgelaicht. Viele Erdkröten befinden sich mittlerweile auf der (Rück-)Wanderung in die Sommerlebensräume. In den von der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) betreuten Meerbruchswiesen wurde auch bereits ein rufendes Laubfroschmännchen am Tage gehört. In vielen Tümpeln, Weihern und Gräben sind die Molche bei ihren hochritualisierten Balzspielen zu beobachten. Achten Sie doch mal bei Ihren Spaziergängen auf dieses interessante Verhalten.

Nach dem Ablaufen des Leinehochwassers werden in den nächsten Tagen und Wochen wieder Urzeitkrebse in der Leineaue, vor allem der Schuppenschwanz Lepidurus apus kartiert. Jeder kann mitmachen, Sie brauchen nur ein paar Gummistiefel und ein Küchensieb. Mehr auf den Seiten des NABU Regionalverbandes Hannover:
www.nabu-regionhannover.de/experten/urkrebse.html

Literatur-Tipps:
Bereits 2005 sind zwei hervorragende und sehr empfehlenswerte Bücher erschienen:

  • Kleingewässer in Nordrhein-Westfalen (Hrsg.: Andreas Pardey & Bernd Tenbergen)
  • und

  • Die Libellenfauna Sachsens (Hrsg.: Thomas Brockhaus & Uwe Fischer)
  • Beide Bücher werden auf den Seiten des NABU Regionalverbandes Hannover vorgestellt: www.nabu-regionhannover.de/literatur.html#kl_gew

    Im Namen aller Projektpartner,
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    Uwe Manzke

     

     

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    März 2007

    Die Amphibienwanderung in der Region Hannover hat begonnen !
    Auch die ersten wandernden Laubfrösche wurden in der Region Hannover bereits am Mittwoch, den 21. Februar gesichtet. Gemeinsam mit Erdkröten, Grasfröschen und Molchen waren die ersten Individuen unterwegs.

    ---

    Das Weltklima ändert sich - alle schreien auf - mit einem Mal ... . Es wird dies und das erwogen, hier und da gedreht und geschraubt, aber glauben wir wirklich an eine Einsicht, eine Änderung? Global gesehen, können wir wenig ausrichten, so denkt man vielleicht.

    Mit unserem Kleingewässerschutzprojekt wollen wir innerhalb der Region Hannover "kleinräumig" innerhalb des "globalen" Geschehens unsere Umwelt und auch das Lokalklima wiederherstellen. Unser Anliegen dreht sich "schwerpunktmäßig um das Wasser". Dieses wird immer weniger in unserer verarmten, vereinheitlichten "Kultur" - Landschaft. Kann Wasser die Lösung sein, zur Abschwächung der dramatischen Zukunftsszenarien? Nach Ansicht des Landschafts- und Süßwasserökologen Prof. Dr. Wilhelm Ripl durchaus! Durch Wiederherstellung der Landschaftswasserhaushalte und kürzer geschlossener Wasserkreisläufe kann nach Ansicht Ripl´s vieles wieder "zum Guten" verändert werden, auch das Weltklima (Temperaturdämpfung durch den dissipativen Wasserkreislauf, insbesondere Verdunstung und Kondensation). Recht hat er, "Wasser braucht das Land". Mehr zu den Arbeiten, Forschungen und Thesen einer nachhaltigen Landnutzung, u.a. durch geschlossene Vegetationsdecken und durch den Einsatz von "künstlichen" Feuchtgebieten bis hin zur Wiederherstellung der Retentionsräume, von W. Ripl im Systeminstitut Aquaterra e.V. .

    Aber statt dieser Idee zu folgen, wird bereits in unreflektierten und schnellgestrickten Reportagen und Kurzmitteilungen vor der Zunahme und Ausbreitung tropischer und subtropischer Krankheiten und Erreger, beispielsweise der Malaria in Deutschland gewarnt. Da war doch was, die Malaria wird doch durch Mücken ... , diese entwickeln sich doch im Wasser ... . Also, die restlichen Tümpel und Feuchtgebiete müssen verfüllt werden. Nein, so bitte nicht! Zur Erinnerung: die Malaria war auch in Norddeutschland, z.B. in Ostfriesland, bis Anfang des 20. Jahrhunderts vertreten (Marschfieber, Sumpffieber, Wechselfieber, friesisch: daardagse = kaltes Fieber). Angeblich wurde sie durch die konsequente Verfüllung "mückenverseuchter Wasserlöcher" dort ausgerottet. Wohl kaum war dies der Grund - wohl sind viele Lebewesen gestorben.

    "Wasser braucht das Land" auch in der UVP und der Landschaftsplanung, glücklicherweise findet hier mittlerweile ein Umdenken und Handeln statt. Dennoch, verbesserungswürdig ist zum Beispiel die Forderung nach Ausgleich und Ersatz der von Eingriffen betroffenen "verbliebenen, heutigen" Landschaftsteile und Elemente. Hier sollten nach derzeitigem Stand möglichst die gleichen Biotoptypen "ausgeglichen" werden, die aktuell von Eingriffen betroffen sind. Bereits verschwundene Biotoptypen, wie Kleingewässer und andere Feuchtgebiete, werden daher zwangsläufig kaum Berücksichtigung finden. Wer berücksichtigt daher die Landschaft vor 20, vor 30, vor 40, vor 150 oder noch mehr Jahren? Geht das überhaupt? Natürlich geht das, es muß nur gewollt sein, beispielsweise in Form eines Kleingewässerschutz- und Entwicklungsprogrammes. Nähmen wir an, Kleingewässer wären Kinderspielplätze: «Nach dem Nds. Kinderspielplatzgesetz sollten Kinderspielplätze nicht mehr als 300 m "fußläufig" vom Wohnort entfernt liegen.» Gäbe es doch solche Gesetze auch für Kleingewässer!

    Im Namen aller Projektpartner,
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    Uwe Manzke

     

     

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    Februar 2007

    Nun kam er doch noch - Ende Januar hatte der Winter ein kurzes Gastspiel in der Region Hannover, auch in der zweiten Februarwoche soll es etwas kälter werden. Dennoch, der Januar 2007 war der wärmste Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Glücklicherweise gab es auch etwas Regen, so dass einige der seit Jahren nie trockengefallenen Gräben wieder Wasser führen. Ob sich der Grundwasserspiegel erholen konnte, bleibt abzuwarten.

    Entsprechend sind die Sichtungen aktiver Amphibien in der Region seltener geworden. Die Amphibienwanderung hat also noch nicht begonnen.

    Gerade fertiggestellt und gedruckt ist der neue Band der RANA. Die RANA 8 ist ab sofort erhältlich. Abonnenten erhalten den Band in den nächsten Tagen.

    Aus den Mitteilungen der Herausgeber: "Die sehr gute Resonanz zum Erscheinen der RANA 7 hat uns sehr gefreut und bestätigt unser Anliegen, den norddeutschen Feldherpetologen und Ichthyofaunisten ein gemeinsames Mitteilungsblatt zur Verfügung zu stellen. Wir freuen uns daher besonders, auch den NABU Hamburg als weiteren Partner im Team der Herausgeber begrüßen zu können.
    In der RANA sollen weniger wissenschaftliche Beiträge - dafür gibt es die nationalen und internationalen Fachzeitschriften - als vielmehr praxisorientierte und faunistische Berichte dargestellt werden. Gerade die vielen, scheinbar "nicht veröffentlichungswürdigen", Beobachtungen und Notizen interessieren die aktiven Faunisten und Naturschützer zur Unterstützung ihrer Feld- und Projektarbeit besonders. Scheint doch vieles bereits bekannt zu sein, gibt es doch immer wieder Neues zu entdecken und zu berichten! Ein Biologielehrer sagte einmal: "Wie in der Politik, gibt es in der Natur nichts, was es nicht gibt, hierbei ist die Natur allerdings der verlässlichere Partner".
    In diesem Sinne stellen wir Ihnen wieder interessante Mitteilungen und Beiträge aus dem Kreise unserer überwiegend ehrenamtlich arbeitenden Kollegen vor. Von der Baumkröte, über die mögliche Prädation von Amphibien durch eingebürgerte Tierarten, bis hin zu Besiedlungswegen von Fischen in Kleingewässer und die mögliche Überwinterung von Gelbbauchunkenlarven gibt es einiges zu entdecken. Darüber hinaus wird eine Erfolg versprechende Wiedereinbürgerung des Laubfrosches im Rahmen des niedersachsenweiten Projektes "Ein König sucht sein Reich" vorgestellt. Nachdenklich stimmen wird uns sicherlich der Beitrag zur Betreuung von Amphibienwanderstrecken über Straßen, gibt es doch vielfältige Bestrebungen des Fiskus die gemeinnützige Naturschutzarbeit massiv zu behindern und Aufwandsentschädigungen als umsatzsteuerpflichtige Vergütungen zu behandeln."

    Der Verkaufspreis des Einzelheftes beträgt 5,00 EUR (zzgl. Versandkosten). Im Abonnement kostet das Einzelheft 4,00 EUR (zzgl. Versandkosten).

    Der Bezug/Abonnement der RANA ist möglich über:
    Natur & Text GmbH
    Friedensallee 21
    D-15834 Rangsdorf
    Tel.: 033708-20431
    Fax.: 033708-20433
    Email: NuT-Brandenburg(at)t-online.de


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    Bitte beachten Sie auch die anderen aktuellen Literaturtipps:

  • Amphibien und Reptilien im Schaumburger Land und am Steinhuder Meer
  • HVV Jubiläumsausgabe erschienen - Mitgliedermagazin "HVV-Info": Sonderheft zum 125-jährigen Jubiläum !
  • Während der Vortragsveranstaltungen im Rahmen unseres Artenhilfs- und Kleingewässerschutzprojektes "Ein König sucht sein Reich" stehen Büchertische mit den genannten Publikationen bereit: Termine .

    Im Namen aller Projektpartner,
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    Januar 2007

    Alles Gute zum Neuen Jahr !

    Wie die Vormonate war auch der Dezember ungewöhnlich warm und trocken. In der Region Hannover wurden Anfang Dezember "die ersten" Maikäfer gesehen, die Kirschen blühen, und in den Bienenstöcken sollen bereits Bruten zu finden sein ... (alte Bauernregel: "War bis zum Dreikönigstag kein rechter Winter, dann kommt auch keiner mehr dahinter").

    Entsprechend beginnen vielerorts bereits die Vorbereitungen für die kommende Krötenzaunsaison. Auch in diesem Jahr wird der BFA Feldherpetologie und Ichthyofaunistik unter der Internetpräsenz www.amphibienschutz.de gemeinsam mit der NABU-Webseite www.nabu.de über die aktuelle Amphibienwanderung informieren.
    In diesem Frühjahr besteht wieder die Möglichkeit mobile Amphibienschutzzäune in die Schutzzaundatenbank einzugeben. Die Dateneingabe und Aktualisierung kann dabei selbstständig vorgenommen werden. Eine Betreuerliste gibt einen schnellen Überblick des Betreuungsbedarfes und kann für eine effektive Organisation der Betreuung genutzt werden. Neu ist die Darstellung der Zaunstandorte als Übersichtskarte. Die Eingabe der Zaunstandorte kann dabei selbstständig vorgenommen werden.
    Wenn Sie erstmals einen Zaunstandort eingeben wollen, dann wählen Sie auf der Seite www.amphibienschutz.de/zaun/zaun_index.html den Schaltknopf Neuen Zaun Hinzufügen. Sie erhalten dann die notwendigen Informationen per e-mail.
    In der Datenbank vorhandene Zaunstandorte, die in diesem Jahr betreut werden, müssen wieder aktiviert werden und werden dann in der Karte angezeigt.
    Auch in der Region Hannover finden wieder Aktionen statt: Termine .

    Seit dem 01. Oktober wurden im Rahmen unserer Pflege- und Biotopmanagement-Maßnahmen wieder einige Kleingewässer gepflegt. Im Bereich des HVV-Projektes Sohrwiesen sowie in Langenhagen, Lehrte und Ronnenberg wurden auf NABU-Flächen und im Zusammenhang von Ausgleichsmaßnahmen Kleingewässer für den Arten- und Amphibienschutz neu angelegt. Weitere Anlagen sind in der Planung.

    Im Namen aller Projektpartner,
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