Kontakt
Spenden
Seitenübersicht
Links
Impressum
 

 

Projektpartner  

pic

Ein König sucht sein Reich
Projektpartner  
AmphibianArk 2008 Year of the Frog
amphibian ark -
2008 Year of the Frog
NABU Regionalverband Hannover

pic

Internetseiten des Regionalverbandes

 

Treten Sie ein
für Mensch und Natur

Button Frau im Gras

Werden Sie Mitglied im NABU - die Natur braucht Ihre Hilfe.

 

Ein König sucht sein Reich -
Das Artenhilfs- und Kleingewässerschutzprojekt des NABU  

Die Amphibien der Region Hannover > Seefrosch

 
  Kl. Wasserfrosch
Pelophylax (Rana) lessonae

© Text und Abbildungen: Uwe Manzke
© Rufaufnahmen: Natur & Text Verlag

 

 
 Status
 RL Niedersachsen (1994) 2
 RL Deutschland (2009) G (Gefährdung unbekannten Ausmaßes)
 FFH-Anhang IV
 BNatSchG streng geschützt
 BArtSchV besonders geschützt












 

Besonderes

Erst 1967 wurde dieser Wasserfrosch als eigenständige Art anerkannt! Der Kl. Was- serfrosch ist eine Elternart des "Wasserfrosch-Hybrids" Pelophylax (Rana) kl. esculenta.

Verbreitung in Niedersachsen

Gesicherte Vorkommen des Kleinen Wasserfrosches sind im niedersächsischen Tiefland für das Weser-Aller-Flachland, den Stader Raum, in der Grafschaft Bentheim und im südöstlichen Wendland belegt. Darüberhinaus gibt es noch einige Einzelnachweise, zum Beispiel in der Lüneburger Heide. Im südnieder- sächsischen Weser-Leine-Bergland exis- tieren Vorkommen im Bramwald und im Rhumetal.

Vorkommen in der Region Hannover

In der Region Hannover ist der Kleine Wasserfrosch in Niedermoorbereichen und in den verbliebenen Grünländern, oft in den Randlagen der Hochmoore, zu finden. Für die Börde und das Hügelland gibt es keine Nachweise. Der Kl. Wasserfrosch ist oft mit dem Laubfrosch vergesellschaftet.

Lebensraum

Der Kleine Wasserfrosch bewohnt ähnliche Lebensräume wie der Moorfrosch. Er bevorzugt Offenländer mit hohen Grundwasserständen. Stellenweise ist er auch in Wäldern zu finden. Die Lebensräume in Niedersachsen sind Niedermoorgebiete und degradierte ehemalige Hochmoore sowie feuchte Grünländer und ehemalige Heiden der Moorrandbereiche. Die Vorkommen im niedersächsischen Hügelland lasen sich derzeit nicht befriedigend zuordnen. Zum einen existiert ein Vorkommen im Rhumetal und zum anderen in einem alten, bereits länger aufgelassenen Steinbruch im Bramwald in Südniedersachsen. In der Region Hannover sind Vorkommen aus fast allen Kommunen der "Hannover- schen-Moorgeest" bekannt.


Die meisten Populationen des Kl. Wasserfrosches sind mit dem Hybrid - (Mischling) Wasserfrosch Rana kl. esculenta vergesellschaftet. Auch kommt der Kl. Wasserfrosch in vielen Laubfroschgewässern vor. Im Gegensatz zu den beiden anderen Wasserfröschen ("Grünfröschen") scheint der Kl. Wasserfrosch mit niedrigen pH-Werten seiner Laichgewässer besser zurechtzukommen und kann sich auch in "saureren" Gewässern erfolgreich fortpflanzen.

Biologie und Ökologie

Die Fortpflanzungszeit des Kl. Wasserfrosches deckt sich weitgehend mit der Fortpflanzungszeit des Laubfrosches, mit einem Höhepunkt gegen Ende Mai. In fast allen Vorkommen des Kl. Teichfrosches in der Region Hannover ist auch der "Wasserfrosch-Hybrid" zu finden, nur selten kommt er mit dem Seefrosch vor (dann immer alle drei Wasserfrosch-Taxa). Der Kl. Wasserfrosch weist eine geringere Gewässerbindung auf, als die beiden anderen Wasserfrösche Deutschlands. Kurz nach der Laichzeit sucht man den Kl. Wasserfrosch oft vergeblich an den Gewässern. Die Tiere sind abgewandert und verteilen sich im weiteren Umland, zum Teil auch weitab von den Laichgewässern. Der Kl. Wasserfrosch überwintert an Land (großer Fersenhöcker/Grabschaufel).

Artenschutz in der Region

Der Kl. Wasserfrosch benötigt relativ naturnahe Kleingewässer zur Fortpflanzung. Aufgrund der fortgeschrittenen "Monotonisierung" unserer Landschaft, inklusive der Kleingewässer, scheint die Art daher stark zurückzugehen. Durch unser Laubfrosch- und Kleingewässerschutzprojekt kann auch der Kl. Wasserfrosch profitieren, besonders wenn diese Gewässer in den Moorrandbereichen und in Niedermoorgebieten liegen und ausgedehnte Überflutungsufer mit Kleinröhricht-Beständen (Igelkolben, Schwertlilie, Sumpf-Calla, etc.) und Seggen-Binsen-Fluren besitzen. Eine Beschattung durch Gehölze und dichte Rohrkolben- und Schilf-Bestände (Typha, Phragmites) beeinträchtigt die benötigten besonnten, pflanzenreichen Habitat-Strukturen. Gezielte Artenschutzmaßnahmen für den Kl. Wasserfrosch sollten den beschriebenen Maßnahmen für den Moorfrosch gleichen. In jedem Fall müssen die bekannten Populationen des Kl. Wasserfrosches alljährlich kontrolliert werden. Möglicherweise existiert auch eine "gewisse" Verdrängung durch den "Wasserfrosch-Hybrid" Rana kl. esculenta durch die zunehmende Monotonisierung und Standardisierung der verbliebenen Gewässertypen, die vom "Wasserfrosch-Hybrid", jedoch nur bedingt vom Kl. Wasserfrosch, erfolgreich genutzt werden können.



Rotbauchunke  

 


Amphibien der Region Hannover
  Moorfroschmännchen © B. Scheel
  Alle Amphibien der Region in Text und Bild

Feuersalamander

Bergmolch
Kammmolch
Fadenmolch
Teichmolch

Geburtshelferkröte
Gelbbauchunke

Knoblauchkröte

Erdkröte
Kreuzkröte

Laubfrosch

Moorfrosch
Grasfrosch

Teichfrosch
Seefrosch
Kl. Wasserfrosch

Weitere Arten in Niedersachsen
Rotbauchunke
Wechselkröte
Springfrosch

Ochsenfrosch

Der Laubfrosch
  pic
  Warum der Laubfrosch ?
Tiere und Pflanzen
  pic
  der Kleingewässer
Umweltforum
 
  Schulbiologiezentrum Hannover

 

 

 

Aktuelles
Die Projektidee
Der Laubfrosch
Weitere Amphibien
Weitere Tiere und Pflanzen
Termine
LFA Feldherpetologie
SBZ-Umweltforum
Quiz (Kinder)
Überraschung
PDF-Dateien (Pressespiegel)
Projektpartner
Sponsoren