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Verbreitung in Niedersachsen
Die Kreuzkröte ist in Niedersachsen eine typische Tieflandart. Auf den Ostfriesischen Inseln ist sie der häufigste Froschlurch. Die Nachweise in den Börden und im südniedersächsischen Hügel- und Bergland sind sehr spärlich und heutzutage unmittelbar mit der Existenz und Nutzung von Bodenabbaubetrieben gekoppelt.
Vorkommen in der Region Hannover
In der Region Hannover war die Kreuzkröte in der Hannoverschen-Moorgeest einst weit verbreitet (ehemals viele großräumige Heide- und Sandflächen, eiszeitliche Geschiebelehmrücken, wie Stelinger und Brelinger Berg). Mit wenigen Ausnahmen hat sie nur noch in den Sekundärlebensräumen der Sand- und Kiesgruben überleben können. Auf den Sand- und Heideflächen der Kugelfangtrift in Hannover und auf dem Truppenübungsplatz bei Negenborn findet die Kreuzkröte auch heute noch ideale Lebensbedingungen.
Lebensraum
Die Kreuzkröte ist ein Bewohner des Offenlandes und benötigt sandiges, leicht grabbares Substrat. Diese Lebensräume finden sich in naturbelassenen Flußauen, entlang von Binnendünen und Dünen der Nordseeküste und Inseln sowie in den einst großräumigen Heideflächen Nordwestdeutschlands. Mit Ausnahme der Dünen der Ostfriesischen Inseln und einigen, wenigen Heideflächen, sind diese Lebensräume sehr selten geworden. Entsprechend konnte die Kreuzkröte nur in Sekundärlebensräumen bis heute überleben, vorwiegend in Sand- und Kiesgruben. Im südniedersächsischen Hügelland kam sie auch in Basaltsteinbrüchen vor. Oft werden Kreuzkröten mit Sand- und Kiesladungen verschleppt. Als Ablaichplatz werden fast ausschließlich nur Flachgewässer wie Überschwemmungswiesen in den Flußauen, andere Überschwemmungs- und staunasse Flächen, Himmelsweiher, Gräben sowie temporäre Kleinstgewässer in Form von Pfützen und Wagenspuren genutzt. Insbesondere in den Überschwemmungsflächen der Flussauen, vor allem im Elbetal, kommen Kreuzkröte und Laubfrosch gemeinsam vor, früher wohl auch in Heidegebieten. Zum Teil sind beide Arten zusammen in Bodenentnahmestellen zu finden, zumeist nur während des unmittelbaren Abbaubetriebes.
Biologie und Ökologie
Die Kreuzkröte ist eine Pionierart und sehr wanderfreudig. Die Paarungszeit ist in mehrere Ruf- und Laichperioden von Ende März/Anfang April bis in den Sommer August/September unterteilt.
Die unmittelbaren Fortpflanzungsaktivitäten sind sehr oft mit Regenfällen (starke Sommergewitter) gekoppelt. Die Rufe (gkrah, gkraahh, gkraah, gkrah, ...) der Kreuzkrötenmännchen sind sehr laut und gehören mit den Rufen des Laubfrosches zu den lautesten unserer heimischen Froschlurche. Unter günstigen Bedingungen können die Rufe kilometerweit gehört werden.
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