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Die Amphibien der Region Hannover > Grasfrosch

 
  Grasfrosch
Rana temporaria

© Text und Abbildungen: Uwe Manzke
© Rufaufnahmen: Natur & Text Verlag
© Film- und Rufaufnahmen: Uwe Manzke




 

 
 Status
 RL Niedersachsen (1994) -
 RL Deutschland (2009) * (ungefährdet)
 FFH-Anhang V
 BNatSchG besonders geschützt
 BArtSchV besonders geschützt
















 

Verbreitung in Niedersachsen

Der Grasfrosch bewohnt alle Landesteile, von den Ostfriesischen Inseln, über die Küstenmarschen, die Geest, die Börde, bis hin zu den Hügel- und Bergländern und den Hochharz.

Vorkommen in der Region Hannover

In der Region Hannover ist der Grasfrosch aufgrund seiner relativ weiten Lebensraumansprüche, mit Ausnahme der Hochmoorbereiche, "überall" zu finden. Gab es früher noch Ablaichgesellschaften mit hunderten und mehr Tieren, sind heutzutage Rufgruppen mit mehr als 100 Rufern, bzw. Laichballen, bereits als groß zu bezeichnen !

Lebensraum

Der "Spatz" unter den Froschlurchen war früher überall zu finden. Aufgrund der umfangreichen Lebensraumveränderungen in den letzten 100 Jahren hat der Grasfrosch sicherlich die größten Bestandsverluste aller heimischen Amphibienarten zu verzeichnen. Im übrigen, ein Kriterium, um die Art auf den Roten Listen erscheinen zu lassen - dies wurde auch endlich in der Fassung der Roten Liste von 1997 umgesetzt. Der Grasfrosch wurde seither in der Kategorie "V = Arten der Vorwarnliste" geführt. Mittlerweile sind die Roten Listen der Amphibien wieder überarbeitet worden und der Grasfrosch wird wieder als ungefährdet eingestuft, wohl kaum weil es der Art mittlerweile besser geht ... .

Der Grasfrosch kommt mit den unterschiedlichsten Sommerlebensräumen zurecht, von Wäldern bis ins Offenland reicht sein Lebensraumspektrum. Als Ablaichgewässer werden bevorzugt flache Kleingewässer, wie überschwemmte Wiesen, Tümpel und Gräben aufgesucht. Oft findet man die Laichballen an der Nordseite der Gewässer, sofern diese flach und besonnt sind. Der Grasfrosch nutzt gerne dieselben Gewässer wie der Laubfrosch, besonders, wenn diese ausgeprägte Flachwasserzonen besitzen.

Biologie und Ökologie

Der Grasfrosch gehört zu den Frühlaichern. Die Laichzeit reicht von Mitte/Ende März bis etwa Mitte April. Die Grasfroschmännchen rufen relativ leise (die Rufe hören sich "knurrend" an und sind nur schwer nachzuahmen: grröörr, ggrröhrr, grööhhrr, ...). Der Grasfrosch bildet Ruf- und Balzgruppen in den Flachwasserzonen, gerne am besonnten Nordufer, manchmal gemeinschaftlich mit Moorfröschen. Die Laichgesellschaften sind heutzutage relativ klein und die Zahl der Laichballen überschreitet selten 100 Stück, Laichplätze mit mehr als 500 Laichballen sind bereits als sehr groß zu bezeichnen. Ab Mitte/Ende Juni verwandeln sich die jungen Grasfrösche und suchen die Sommerlebensräume auf. Die Mehrzahl der Grasfrösche überwintert, im Gegensatz zum Moorfrosch, im Wasser (relativ kleiner Fersenhöcker/Grabschaufel am Hinterfuß). Gelegentlich finden im Herbst konzentrierte Wanderungen über Straßen statt, was u.a. mit der Überwinterung in den Laichgewässern oder nahe gelegenen Gewässern/Gräben korrespondiert.


Artenschutz in der Region

Der Grasfrosch hat die größten Bestandseinbußen aller heimischen Froschlurche zu verzeichnen. Trotzdem ist er noch nicht so gefährdet, wie viele andere Amphibienarten. Spezielle Artenhilfsprogramme für den Grasfrosch sind derzeit noch nicht notwendig (lokal möglicherweise doch!). Durch unsere Artenschutzbemühungen für den Laubfrosch und das Kleingewässerschutzprojekt wird vielerorts auch der Grasfrosch gefördert. Bei geeignetem Biotop-Management kann der Grasfrosch innerhalb von ca. 10 Jahren wieder sehr große Laichgesellschaften (> 500 Laichballen) aufbauen.



Teichfrosch  

 


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  Moorfroschmännchen © B. Scheel
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